Telefonkommunikation - Grundregeln
Tipp zum Seminar
Für Ihren ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance - das gilt im
direkten Kontakt genauso wie am Telefon. Während Sie immerhin 30
Sekunden Zeit haben, am Telefon Interesse und Sympathie aufzubauen,
braucht es nicht einmal eine Sekunde, um all dies zu verspielen. Trotz
dieser Tatsachen unterschätzen Unternehmen und Mitarbeiter häufig die
Bedeutung des Aufbaus und der Pflege der Geschäftsbeziehungen am
Telefon.
Telefonieren ist heute selbstverständlicher Bestandteil vieler
Jobs. Viele Chefs und deren Mitarbeiter unterschätzten jedoch, wie
entscheidend der Eindruck sein kann, den sie binnen
Sekundenbruchteilen am Telefon hinterlassen.
Vermutlich entstehen heute mehr als 80 Prozent der
Geschäftskontakte mit Hilfe des Telefons. Schon mit den ersten Silben
entscheidet sich, ob ein Anrufer seinen Gesprächspartner und damit das
Unternehmen sympathisch findet oder nicht. Gerade deshalb ist es umso
wichtiger, beim Telefonieren ein paar einfache Regeln zu beachten.
Die Begrüßung sollte kurz und freundlich formuliert und
gleichzeitig deutlich und engagiert ausgesprochen werden.
Die Sekretärin, die lieblos die Firma und den eigenen Namen in die
Muschel nuschelt, ist beim Anrufer sofort unten durch. Noch deutlicher
könnte sie ihre Gleichgültigkeit kaum zur Schau stellen.
Der gute Ton macht es aber nicht allein! Auch die überfreundliche
Servicekraft, begeht einen Fehler, wenn sie den Gesprächspartner zur
Begrüßung erst einmal hilflos zutextet: "Hotel für Wellness, Beauty
und Erholung Zum Weißen Ross; mein Name ist Larissa Böhnke-Schilling.
Was kann ich für Sie tun?"
Dagegen wird eine kurze, prägnante Begrüßung, die die Firma und den
eigenen Namen enthält, gut ankommen, besonders, wenn sie noch ein
wenig lebhaft ausgesprochen wird.
Doch halt! Das professionell gestaltete Telefonat beginnt ja schon
vor dem ersten Läuten. Die Konzentration beider Gesprächspartner kann
geschärft werden, indem zwei bis drei Klingelzeichen abgewartet
werden, bevor der Hörer abgehoben wird. Also - nichts überstürzen beim
Griff zum Hörer!
Um den Inhalt ohne Stocken zu transportieren, ist es für den
Anrufer durchaus sinnvoll, sich auf das kommende Telefonat
vorzubereiten und sich darauf zu konzentrieren.
Weil am Telefon kein Blickkontakt möglich ist und weil der
Gesprächspartner oft unbekannt ist, öffnet Ihnen eine freundliche
Stimme die Tür. Wenn mein Gesprächspartner lächelt, fällt auch mir ein
Lächeln leicht. Moderatoren im Radio lächeln oft beim Reden, damit die
Stimme freundlich, entspannt und engagiert klingt. Versuchen Sie doch
mal, glaubhaft ärgerlich oder deprimiert zu klingen, wenn Sie lächeln.
Verkaufen am Telefon: Respekt und Einfühlungsvermögen sollte das
weitere Vorgehen bestimmen. Loszureden, ohne zu wissen, ob der
Gesprächspartner überhaupt Zeit hat oder ob er der richtige
Ansprechpartner für das Thema ist, ist schlicht rüpelhaft. Je häufiger
das Wort "ich" in der Präsentation verwendet wird, desto mehr fragt
sich der Angerufene, ob es überhaupt um ihn geht. Fragen Sie
stattdessen lieber, worauf der Gesprächspartner bei dem Produkt
besonderen Wert legt. Die Antwort darauf gibt Ihnen ideale
Ansatzpunkte für eine weitere Argumentation. Dabei hilft es, sich in
die Rolle des Angerufenen und an seinen Aufenthaltsort zu versetzen.
Zum Respekt gehört auch, ein "Nein" zu akzeptieren. Probieren Sie
jetzt die in Folge zehnte Variante der Einwandsbehandlung aus, werden
Sie für immer und ewig als der Nervtöter gebrandmarkt sein. Dieser
Respekt hilft, eine bessere Quote im Telefonverkauf zu erreichen - die
Stornoquoten werden sinken.
Authentisch, freundlich und respektvoll - wichtige Eigenschaften
beim Telefonieren.
Passendes Training für das praktische Üben des Verhaltens am
Telefon:
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