Telefonkommunikation - Persönliche
Vorbereitung auf Telefongespräche
Tipp zum Seminar
Sind Sie persönlich gut vorbereitet auf eine Rede oder ein Gespräch? Haben Sie auch daran gedacht, dass Ihre eigene Stimmungslage - die Emotionen - unweigerlich über Ihre Stimme an die Zuhörer transportiert wird? Ohne den Inhalt zu verstehen, erkennen unsere Zuhörer an Lautstärke, Tonhöhe und Sprechtempo unsere emotionale Situation. Der sicherste Hinweis auf die Lage ist die Deutlichkeit und die Genauigkeit unserer Aussprache. Kommunikationsforscher ließen von Schauspielern inhaltlich neutrale Sätze in verschiedenen Stimmungslagen, z.B. freudig, traurig, ängstlich usw., sprechen. Über 80% der Testhörer ordneten dem Gehörten die richtige Stimmung zu. Die wichtigsten Erkenntnisse aus der Forschungsarbeit:
 | Ist es uns langweilig, sind wir traurig oder haben Angst, sprechen wir zwar langsam, jedoch recht undeutlich, weil wir kaum den Mund öffnen |
 | Im erfreuten oder zornigen Zustand sprechen wir schneller; wir artikulieren unsere Worte deutlicher |
Diese Erkenntnisse wurden mittlerweile an anderer Stelle so weit entwickelt, dass in Israel ein funktionierender Lügendetektor auf Basis der Stimmanalyse entstanden ist. Fazit: In einer Rede sollten wir Emotionen wie Freude und Ärger zulassen, Langeweile, Trauer und Angst dagegen kontrollieren. Vor einem Gespräch oder besonders vor einem Telefonat müssen wir entscheiden, ob unsere Stimmungslage unser Ziel möglicherweise unerreichbar macht und damit Verschiebung des Gesprächs sinnvoll erscheint. Gerade am Telefon hat der Charakter der Stimme einen besonders hohen Einfluss, weil das Paar Stimme-Ohr das einzige verfügbare Kommunikationsmittel darstellt. Mimik, Gestik und andere körpersprachlichen Mittel entfallen. Übermitteln wir ungewollt mit unserer Stimme die falschen Signale, so ist es für uns an der Zeit, uns über unsere Einstellung und die resultierenden Gefühle Gedanken zu machen.
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