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Mimik - Blickkontakt halten
Tipp zum Seminar
Wir alle kennen den Spruch "der kann einem ja nicht mal in die Augen schauen". Obwohl der Volksmund auf den Punkt genau den Zusammenhang zwischen Aussage und Blickkontakt beschreibt, können wir laufend die Missachtung des dahinter steckenden Grundsatzes beobachten. Ein Mensch schaut auf den Boden oder an die Decke, während er mit uns redet: er fühlt sich ertappt oder unsicher und glaubt womöglich nicht einmal selbst an das eben Gesagte. Auch eine sehr große Konzentration auf das zu Sagende - und damit wiederum Unsicherheit - kann eine Ursache sein. Eine Person schaut aus dem Fenster, während sie uns ihre Ausführungen macht: damit signalisiert sie Arroganz und Desinteresse an uns. Das Tragische an der Sache ist, wir diese Empfindungen oft gar nicht bewusst wahrnehmen, sondern, dass wir uns "irgendwie" unwohl mit unserem Gegenüber fühlen. Wie schwer es unser Gegenüber mit uns haben wird, wenn es uns "nicht einmal in die Augen sehen kann", lässt sich leicht erahnen. 5 Regeln zum Umgang mit dem Blickkontakt:
 | Bereiten Sie sich so gut auf Ihr Thema vor, dass Sie einen Teil Ihrer Konzentration für Ihr Verhalten und damit für Ihre Zuhörer investieren können |
 | Halten Sie mit einer einzelnen Person möglichst über die gesamte Dauer der Unterredung Blickkontakt. Das gilt für Phasen des Redens genauso, wie beim Zuhören. Fixieren Sie dabei nicht die Nasenwurzel Ihres Gegenüber, das würde Ihrem Gesprächspartner einiges Unwohlsein bescheren. |
 | Reden Sie vor einer Gruppe, halten Sie Blickkontakt zu allen Teilnehmern. Damit Ihr Kopf dabei nicht wie ein Scheibenwischer hin- und hergeht, achten Sie auf einen ausreichenden Abstand zur Gruppe. In einer sehr großen Gruppe fühlen sich von Ihrem Blickkontakt, der ca. fünf bis zehn Sekunden dauern kann, mindestens fünf oder sechs der benachbarten Zuhörer mit angesprochen. Die größte Herausforderung ist es, zu einer Gruppe von der Mitte eines langen Tisches aus zu sprechen. Bedienen Sie jeden mit Blickkontakt, jedoch in längeren Zeiträumen. Reden andere, so widmen Sie dem Redner ausreichenden, jedoch keinesfalls ausschließlichen Blickkontakt. |
 | Versuchen Sie, vor Beginn einer Rede die Blicke der Zuhörer durch Blickkontakt einzusammeln. Das gibt Ihnen selbst mehr Sicherheit und strahlt gleichzeitig den Teilnehmern Überzeugung und Sicherheit aus. |
 | Der Blickkontakt informiert Sie frühzeitig über Stimmungsänderungen bei Ihrem Gegenüber, die sich in der Mimik ausdrücken. Noch vor dem Ausbruch eines Konfliktes können Sie die Gründe für das "Unwohlsein" proaktiv erfragen. |
Die beste Rede und das fruchtbarste Gespräch kann also durch fehlenden Blickkontakt ruiniert werden. Trainieren Sie das Halten des Blickkontakts auch unter erschwerten Bedingungen, um Ihnen selbst die Ausstrahlung von Sicherheit und Überzeugung zu geben.
Passendes Training:
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