Dialektik - Gewinnen ohne zu siegen: lernen von Mahatma Gandhi
  
Dialektik - Gewinnen ohne zu siegen: lernen von Mahatma Gandhi

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Dialektik - Gewinnen ohne zu siegen: lernen von Mahatma Gandhi

Tipp zum Seminar

Kompetenz zeigen beim Reden, Präsentieren und Verhandeln.

Wie oft "überzeugen" wir einen Menschen und haben ihn in Wirklichkeit überredet? Wie oft merkt der Überredete, dass er überrumpelt wurde? Welche Gefühle hat der Überrumpelte, nachdem er dies feststellte?

Einer, der es uns vorgemacht hat, wie wir Menschen für uns gewinnen können, ohne sie zu besiegen, war Mahatma Gandhi.

Gandhi war ein einfacher Mensch: stets barfuss, immer bekleidet nur mit einem Tuch und generell auf dem Boden schlafend. Ihm, dem überzeugten Gegner von Gewalt, gelang es mit ausschließlich friedlichen Mitteln, die Briten aus Indien zu vertreiben. Die Mittel, die er anwandte, waren so einfach, wie er selbst.

Vergleichbare Regeln gelten für die Dialektik, der Kunst zu überzeugen:

  1. Gib deinem Vorgehen positive Inhalte: Überlege nicht, wie du einen Menschen niedermachst, sondern überlege lieber, wovon und wie du ihn überzeugen möchtest. Sei dabei ausschließlich konstruktiv.
  2. Wähle Mittel, die zum gesetzten Ziel passen: Dein Gegenüber soll nachvollziehen können, wofür du stehst.
  3. Nimm grundsätzlich für oder gegen die Sache Partei, niemals gegen die Person. Greife niemanden persönlich an.
  4. Vertraue deinem Gegenüber: Behandle deinen Verhandlungspartner so, wie er dich behandeln soll.
  5. Sei in persönlichem Kontakt mit deinem Gegenüber. Zeige deinem Gesprächspartner, dass du mit ihm reden und ihm zuhören willst.
  6. Denke dich in dein Gegenüber hinein: Verstehe seine Gesichtspunkte und die Gründe dafür.
  7. Ziehe keinen Nutzen aus Schwächen deines Gegenüber: Fordere keine wütenden Reaktionen heraus.
  8. Verschleiere deine Vorhaben nicht: Sei klar, offen, ehrlich und du selbst und erkläre deine Pläne.
  9. Stehe zu deinen Fehlern: Stehe auch dazu, wenn dies vorübergehend deine Position schwächen kann.
  10. Erzwinge nichts, sondern wandle den Sinn deines Gegenüber: Vermeide, dass dein Gesprächspartner das Gesicht verliert. Sei bereit zu einem Ausgleich unter der Voraussetzung, dass nicht deine eigene Feigheit die treibende Kraft für einen Kompromiss ist.

Mit ähnlichen Regeln ist es Gandhi also gelungen, die Briten aus Indien zum Rückzug zu bewegen. Ohne Gesichtsverlust, weil es keinen Kampf und damit auch keinen Besiegten gegeben hat.

Es kann nur gelingen, langfristig für alle Seiten zufrieden stellende Kundenbindungen herzustellen, wenn beide Seiten dauerhaft das Gefühl des Gewinners haben können.

Passendes Training:

Kompetenz zeigen beim Reden, Präsentieren und Verhandeln.

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