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Dialektik
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Einwände entkräften
Tipp zum Seminar
Immer wieder passiert es uns: unser Gegenüber formuliert einen
Einwand auf unsere Aussagen und uns fällt keine passende Reaktion dazu ein.
Dabei ist es doch so wichtig, konstruktiv auf Einwände einzugehen, um den
Dialog in Gang zu halten, damit wir letztlich unser Gesprächsziel erreichen
können.
Um Einwände konstruktiv zu bearbeiten, müssen wir einige
Voraussetzungen erfüllen:
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Wir bleiben ruhig und sachlich. Wir beachten dabei, dass
unsere Körpersprache nicht etwa Ärger oder Verängstigung ausdrückt. Eine
positive, konstruktive Grundhaltung zu den Einwänden unseres Gegenüber hilft
uns bei der Beachtung dieser Grundregel.
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Wir lassen unser Gegenüber unbedingt ausreden und hören
aktiv und interessiert zu.
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Eine kleine Denkpause hilft uns, qualifiziert auf den formulierten
Einwand einzugehen. Um bei Bedarf mehr Zeit zu gewinnen, hilft eine sofort
formulierte Gegenfrage.
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Was will unser Gegenüber mit seinem Einwand erreichen? Entspringt
der Einwand seinem Gefühl oder ist er eher rationaler Natur? Gefühlsmäßige
Einwände können wir nicht rational entkräften!
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Wir entkräften den Einwand mit den nachfolgend aufgeführten
Möglichkeiten kurz und präzise. Ruhe bewahren!
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Nie das Wort "Einwand" verwenden. Besser: "Frage" oder "Argument".
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Eine abschließende Frage lässt uns unser Gegenüber wieder
in den Mittelpunkt rücken.
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Zehn Methoden der Einwandbehandlung
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Ja-aber
Universelle Methode zur Behandlung von Einwänden. Wir vermeiden jedoch das
Wort "aber", weil es unserem Gegenüber unsere Unzufriedenheit mit seinem
Einwand signalisiert: "allerdings", "jedoch", "obwohl" und "nur" sind bessere
Varianten.
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Sie haben recht, nur ...
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Ich kann Sie gut verstehen, jedoch ...
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Ihr Argument ist sehr gut. Haben Sie jedoch ... berücksichtigt.
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Rückfrage
Wir bedienen uns dieser Methode in erster Linie, um Zeit für weiteres Nachdenken
zu gewinnen. Bei unklar formulierten Einwänden (z.B. "das ist zu teuer")
bekommen wir weitere Einzelheiten geliefert, auf die wir tiefer eingehen
können. Oft können wir erleben, dass unser Gegenüber anschließend seinen
Einwand in abgeschwächter Form wiederholt oder sogar selbst die Antwort
auf den eigenen Einwand gibt.
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Bei "zu teuer": Womit vergleichen Sie?
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Entschuldigung, ich habe Ihr Argument nicht verstanden.
Was genau meinen Sie?
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Aus welchem Grunde können Sie meinen Ausführungen nicht
zustimmen?
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Können Sie mir dieses Argument bitte erklären?
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Vorwegnahme
Wenn wir an einer Stelle des Gesprächs wissen, dass ein bestimmter Einwand
kommen wird, können wir diesen proaktiv in unser Gespräch einbauen.
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Sie könnten jetzt den Eindruck haben, dass ...
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Um Ihrer berechtigten Frage zuvorzukommen ...
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Aus Ihrer Reaktion sehe ich, dass ...
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Rhetorische Frage
Wir können unserem Gegenüber den Einwand in Frageform zurückgeben. Dabei
können wir den Einwand für unsere Zwecke passend umformulieren. Gleichzeitig
wird unser Gesprächspartner durch eine Frage, die ihn in den Mittelpunkt
rückt, motiviert. Am Ende geben wir selbst die Antwort auf die Frage.
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Bei "zu teuer": Sie denken also an das Preis-Leistungs-Verhältnis
von ...? Dazu folgendes ...
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Ich habe verstanden, dass Sie ... interessiert. Ist das
richtig? Dazu ...
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Sie möchten gerne sicher sein, dass ...? Dazu ...
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Division- und Multiplikation
Diese Methode können wir besonders gut bei Preisverhandlungen einsetzen,
um das Argument "zu teuer" zu relativieren.
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Für ein Seminar vor Ort beim Kunden: Je Teilnehmer kostet
Sie dieses Training nur ...
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Für ein Leasingfahrzeug, bzgl. Versicherungsraten oder
anderen regelmäßigen Zahlungen: Dieser Vorteil kostet Sie am Tag nur ...
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Für nur ... EUR im Jahr erreichen Sie ...
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Umkehrung
Wir können den Einwand an unseren Gesprächspartner zurückgeben und dabei
den angesprochenen Nachteil in einen Vorteil umformulieren.
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Gerade, weil wir Ihnen mit unserer langjährigen Erfahrung
einen hohen Nutzen bieten können ...
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Gerade, weil Sie eine höhere Verdienstspanne erzielen
können, sollten Sie unser Produkt wählen.
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Gerade, weil wir etwas teurer sind, können wir ihnen diese
zusätzlichen Leistungen anbieten.
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Öffnung
Eine Methode, die uns rechtzeitig Einwände Erkennen lässt. Mit einer geschickten
Steuerung können wir so versuchen, schrittweise eine Übereinstimmung zu
erzielen.
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Kann ich Ihr Schweigen als Zustimmung betrachten?
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Haben Sie weitere Punkte, warum Sie meinen Argumenten
nicht zustimmen können?
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Wie beurteilen Sie diesen Vorschlag?
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Rückstellung
In Situationen, in denen wir nicht sofort antworten können oder wollen,
können wir den Einwand ausnahmsweise (!) zurückstellen. Unser Gegenüber
fühlt sich aufgewertet, wenn wir uns den Einwand notieren.
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Darf ich später darauf eingehen? Vorher möchte ich Ihnen
noch gerne ... erläutern.
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Erlauben Sie, dass ich Ihre Frage notiere?
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Darf ich Ihnen zunächst ... erklären? Ich beantworte
im Anschluss Ihre Frage.
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Darf ich Ihnen zunächst ... erläutern? Einige Details
ihrer Frage werden sich damit klären.
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Ablenkung
Wenn wir zu einem Einwand nicht Stellung nehmen können oder wollen, können
wir unserem Gesprächspartner ausnahmsweise (!) einen neuen, für ihn besonders
interessanten Gesichtspunkt anbieten.
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Bitte bedenken Sie, dass ...
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Andererseits sollten wir unbedingt folgende wichtige Gesichtspunkte
beachten ...
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Offenbarung
Sollten alle anderen Methoden nichts gefruchtet haben bleibt zum Schluss
die Offenbarungsmethode. Wir sollten sie unbedingt anwenden, wenn wir innerlich
das Gespräch schon aufgegeben haben. Diese Methode kann uns nur ein Mal
in einem Gespräch helfen.
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Unter welchen Umständen wären Sie denn bereit, ... zu
kaufen?
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Unter welchen Bedingungen sehen Sie denn eine Chance der
Zusammenarbeit?
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Was muss / kann ich tun, um Sie ... ?
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