Management Führungstechniken und Mitarbeitergespräch - Wie kritisiert ein Mitarbeiter den Vorgesetzten?
  
Management Führungstechniken und Mitarbeitergespräch - Wie kritisiert ein Mitarbeiter den Vorgesetzten?

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Management Führungstechniken und Mitarbeitergespräch - Wie kritisiert ein Mitarbeiter den Vorgesetzten?

Tipp zum Seminar

Konsequente Führung.

Viel behandelt ist das Thema, wie ein Vorgesetzter seinen Mitarbeiter so kritisiert, dass er oder sie motiviert darauf bedacht ist, begangene Fehler nicht mehr zu wiederholen. Auch dazu finden Sie bei uns einige Tipp-Einträge.

In diesem Beitrag wollen wir jedoch die "andere Richtung" etwas genauer beleuchten: Was kann ein Mitarbeiter sinnvoll tun, wenn er oder sie den Chef kritisieren möchte?

Hier finden Sie 7 Hinweise, wie Sie als Mitarbeiter unnötigen Konfliktsituationen vorbeugen können:

  1. Vermeiden Sie die Öffentlichkeit. Denken Sie daran, dass Ihr Vorgesetzter nach einer Auseinandersetzung immer noch in Ihrer Organisation als Chef akzeptiert sein muss. Suchen Sie deshalb unbedingt das 4-Augen-Gespräch.
     
  2. Vermeiden Sie das spontane Gespräch zwischen Tür und Angel. Geben Sie Ihrem Chef die Möglichkeit, sich qualifiziert auf das Gespräch vorzubereiten. Nur so haben Sie eine Chance, substantiierte Antworten auf Ihre Anliegen zu bekommen. Vereinbaren Sie also einen Termin, legen Sie in aller Knappheit das Thema dar und bitten Sie darum, dass Sie in der Gesprächszeit ungestört sein können, weil Sie der Beratung eine hohe Bedeutung zumessen.
     
  3. Vermeiden Sie es möglichst, mit Ihrem Vorgesetzten über eine dritte Person zu reden. Bitte Sie Ihren Vorgesetzten in einem solchen Fall, dass er die betroffene dritte Person mit zum Gespräch einlädt.
     
  4. Vermeiden Sie es, "olle Kamellen" aufzuwärmen. Ihre Kritik soll einen konkreten Bezug zum hier und heute haben.
     
  5. Vermeiden Sie Kritik per Fingerzeigen:
     
    bulletSie haben ...
    bulletSie machen ...
    bulletSie sind ...

    Sie verhindern damit, dass hinter Ihnen eine Tür zu schlägt, nur weil Sie die Hintergründe für einen Sachverhalt nicht kennen oder nicht verstanden haben. Stattdessen versuchen Sie besser, Ihren Eindrücken Ausdruck zu verleihen:

    bulletMein Eindruck ist ...
    bulletIch habe das Gefühl ...
    bulletIch habe wahrgenommen ...

    Das gibt Ihrem Gegenüber immer die Gelegenheit, das Gesicht zu wahren und Ihnen die Hintergründe zu erläutern. Andererseits haben solche Formulierungen einen gewissen Nachdruck, weil Ihnen keiner Ihre Eindrücke und Gefühle streitig machen kann: "Das ist falsch ..." ist auf jeden Fall die falsche Antwort auf ein so formuliertes Anliegen.
     

  6. Vermeiden Sie es, schlecht vorbereitet zum Gespräch zu erscheinen. Eine gute Vorbereitung zeigt Ihren Respekt gegenüber Ihrem Gesprächspartner - egal, ob Vorgesetzter, Kollege oder Mitarbeiter. Andererseits gelingt Ihnen das Erreichen von Zielen nur, wenn Sie wissen, was Sie höchstens bzw. mindestens erreichen wollen.
     
  7. Vermeiden Sie es unbedingt, ohne konkretes Ergebnis aus der Besprechung herauszugehen. In einer Zielvereinbarung wird mindestens festgelegt, wer bis wann was zu tun hat.

Passendes Training:

Konsequente Führung.

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