Führungskräftetraining - Wer wird
denn gleich in die Luft gehen ...?
Tipp zum Seminar
Einigen von uns Älteren dürfte dieser erfolgreiche Werbespot einer Zigarettenfirma noch gut in Erinnerung sein.
Auch uns geht es manchmal wie Bruno: am liebsten würden wir vor Wut
platzen, wenn wir uns über unsere Mitmenschen ärgern. Mancher brüllt seine
Gesprächspartner an oder schmeißt am Ende gar Gegenstände an die Wand.
Jeder Mensch, egal ob Chef, Mitarbeiter, Kollege oder Freund hat
natürlich das Recht, seiner Enttäuschung über Misserfolge Luft zu machen.
Cholerische Ausbrüche jedoch sind eher ein Hinweis auf mangelnde
Selbstbeherrschung und Hilflosigkeit als auf Ihr Temperament. Auch
Psychologen teilen schon lange diese Meinung.
Kein Mensch verlangt von Ihnen, dass Sie sich emotionslos wie ein
Tiefkühlschrank durch die Welt bewegen müssen. Mit Nachdenken,
Selbstbeherrschung und etwas Übung schaffen Sie es, kontrolliert Ihren
Dampf abzulassen. Am Ende schaden Wutausbrüche nur Ihrem Unternehmen,
Ihnen selbst und Ihren Beziehungen, weil Sie dadurch eine schlechte
Stimmung schaffen und eine schlechte (Unternehmens-) Kultur zeigen. Die
wenig produktiven Duckmäuser behalten wieder Recht, denn wer befürchtet,
angebrüllt zu werden, entwickelt Strategien zur Vermeidung: wer viel
arbeitet, macht viele Fehler - wer wenig arbeitet, macht wenig Fehler -
wer nichts arbeitet, macht nur einen Fehler.
Leiden Sie oft an Ausbrüchen von Zorn, unternehmen Sie etwas gegen den
verursachenden Stress. Wie Sie Ihre Wut so ableiten können, dass Sie Ihre
eigentlichen Ziele damit erreichen können, lesen Sie im folgenden Text.
1. Seien Sie nicht kleinlich.
Behalten Sie immer im Auge: Wer arbeitet, macht Fehler. Nehmen Sie
nicht jede Kleinigkeit zum Anlass, eine Gardinenpredigt zu halten. Jeder
hat mal einen miesen Tag - auch Sie. Ist es der Umstand wirklich wert,
einen einen Riesenwirbel zu veranstalten? Seien Sie objektiv: kaum ein
Mensch wird Fehler machen, nur damit Sie persönlich sich aufregen. Gerade
dann, wenn Sie gerne Tacheles reden: Legen Sie nicht jedes Wort Ihrer
Mitmenschen auf die Goldwaage.
2. Zeitnah tadeln.
Sprechen Sie einen Mitmenschen, der sich einen gröberen Fehler
geleistet hat, möglichst rasch auf das Problem an. Dann kennt Ihr
Gegenüber noch die genauen Umstände des Malheurs. Fangen Sie nicht an, den
Zorn in sich hineinzufressen, bis der im Volksmund bekannte Tropfen das
Fass zum Überlaufen bringt.
3. Bleiben Sie sachlich.
Papier ist geduldig und kann auch hier weiter helfen. Schreiben Sie
beispielsweise auf: "Ich habe dem Kunden Mayer zugesagt, dass er innerhalb
eines Tages eine Lösung seines Problems erhält. Wir haben ihn noch immer
nicht zurückgerufen." Formulieren Sie die Ursache Ihres Zorns so objektiv
wie möglich und nehmen Sie die Aufzeichnung mit zum Kritikgespräch. Als
Fleißarbeit können Sie noch die möglichen Gründe für das Problem notieren
- das hilft Ihnen im Gespräch, Ausreden und echte Gründen auseinander zu
halten.
4. Dampf ablassen - aber richtig.
Wie weiter oben beschrieben: fressen Sie nicht den Ärger in sich hinein
bis ... Aber wohin mit dem ausgeschütteten Adrenalin? Suchen Sie sich
einen ruhigen, unbeobachteten Ort, an dem Sie lauthals Dampf ablassen
können. Klatschen Sie statt Aschenbecher und Tassen lieber weiche Bälle
und Kissen an die Wand - das hilft beim Abbauen von Aggressionen.
5. "Ich" statt "Sie"
Nein ... es ist nicht immer der Esel, der sich selbst zuerst nennt.
Wenn Sie ein Kritikgespräch führen, beginnen Sie Ihre Beanstandung mit