Management Mitarbeitergespräch -
Motivation für ehrenamtliche Mitarbeiter.
Tipp zum Seminar
In Zeiten knapper werdender Kassen steigt die Bedeutung des
Ehrenamts immens. Immer mehr kirchliche und öffentliche Organisationen
können sich einen rund laufenden Betrieb ohne die "Ehrenamtlichen"
kaum mehr vorstellen.
Wenn es Ihr Interesse ist, dass die ehrenamtlichen Mitarbeiter, für
die Sie die Verantwortung tragen, motiviert bei der Stange bleiben,
müssen Sie schon ein wenig Gehirnschmalz investieren. Schließlich sind
dies - nüchtern betrachtet - Arbeitskräfte, die ohne Entlohnung für
Sie und Ihre Ziele arbeiten. Damit wollen sie mindestens so gut
behandelt sein, wie ihre bezahlten Kollegen in denjenigen Unternehmen,
die mit ihren Mitarbeitern respektvoll umgehen.
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Respekt.
Machen Sie sich stets bewusst, dass ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter
neben der menschlichen Bereicherung einen doppelten Wert für Sie
darstellen:
- sie arbeiten für Sie
- sie tun dies, ohne eine Entlohnung einzufordern, die Ihr Budget
belasten würde
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Ursachenforschung.
Versuchen Sie, zum Beginn der ehrenamtlichen Tätigkeit und
begleitend zwei bis vier Mal im Jahr die Triebkräfte Ihres
Mitarbeiters herauszufinden. Das ist wichtig, weil ...
- Sie die Triebkräfte herausfinden müssen, die mit den Zielen Ihrer
Organisation vereinbar bzw. unvereinbar sind
- Sie sich nur dann optimal auf den ehrenamtlichen Mitarbeiter
einstellen können, wenn Sie seine Motivation und Erwartungshaltung
kennen
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Kenntnisse und Fähigkeiten.
Nur, wenn Sie die Stärken und Schwächen Ihrer ehrenamtlichen
Mitarbeiter kennen, gelingt es Ihnen, sie dauerhaft erfolgreich
einzusetzen. Auch dies sollten Sie vor der Aufnahme der ehrenamtlichen
Tätigkeit und immer wieder begleitend zur Mitarbeit herausfinden: Ein
Mensch, der noch vor einem Jahr Freude daran hatte, Gemeindebriefe zu
schreiben, ist heute vielleicht besser und glücklicher in der
Betreuung des Kindergottesdienstes eingesetzt.
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Ihre Erwartungen.
Lassen Sie den ehrenamtlichen Mitarbeiter klar und konkret wissen,
welche Erwartungen Sie inhaltlich, qualitativ und terminlich haben.
Nur dann kann der Mitarbeiter Ihnen zuverlässige Zusagen machen.
Bedingt durch die sich ändernde Umwelt werden sich Ihre eigenen
Ansprüche anpassen; deshalb ist auch dieser Prozess als begleitende
Maßnahme sinnvoll.
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Ziele.
Vereinbaren Sie mit Ihren Mitarbeitern im Ehrenamt messbare Ziele:
wer tut was bis wann, z.B.
- Der Mitarbeiter Adler wird bis zum 13.12.2005 den Entwurf des
Gemeindebriefs dem Kirchengemeinderat präsentieren
- Der Pfarrer Loger wird dafür sorgen, dass der Mitarbeiter Adler
bis zum 30.11.2005 eine MS Word Ausbildung erhält
Sie erkennen es schon: zu den zu vereinbarenden Zielen gehören
Handlungspunkte beider Seiten! Schließlich sind Sie als Leiter
verantwortlich dafür, die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen:
- Was brauche ich von Ihnen bis wann?
- Was brauchen Sie von mir bis wann, um diese Aufgabe erfüllen zu
können?
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Kontrolle.
Prüfen Sie als Führungskraft eines ehrenamtlichen Mitarbeiters bei
länger anhaltenden Projekten regelmäßig den Fortschritt der
vereinbarten Anstrengungen. Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern offen.
Finden Sie heraus, ob es Hemmnisse gibt, bei deren Beseitigung Sie
helfen können. Der ehrenamtlich tätige Mensch hat nämlich mit seinen
professionellen Kollegen eines gemeinsam: nichts ist ein schlimmerer
Motivationskiller als Misserfolg. Schließlich ist Kontrolle nicht
nur - wie bei uns üblich - negativ zu sehen. Wenn Sie sich für die
Arbeit eines anderen Menschen ehrlich interessieren, zeigen Sie
Anerkennung und Respekt und erhalten damit die Motivation.
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Feedback.
Lassen Sie Ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter regelmäßig wissen, wo
sie in Bezug auf Ihre Erwartungen stehen. Geben Sie dem ehrenamtlich
Tätigen die Gelegenheit, sich bezüglich der Erfüllung seiner eigenen
Erwartungen zu äußern.
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Mitarbeitergespräche für ehrenamtliche Mitarbeiter.
Im Mitarbeitergespräch fassen Sie die oben aufgeführten Punkte in
einem Gesprächstermin zusammen. Sie haben schriftlich Ihre eigenen
Erwartungen, die Ihres Mitarbeiters und die vereinbarten Ziele
vorbereitet bzw. Sie werden diese Unterlagen schriftlich im Gespräch
erstellen oder anpassen. Damit haben Sie einen Leitfaden, der ein
sachliches Gespräch über diese Punkte ermöglicht, Lob und Kritik
qualifiziert und motivierend zulässt und damit eine Basis für die
"Personalentwicklung" Ihrer "Ehrenamtlichen" darstellt.
Sie denken jetzt, dass Sie als Führungskraft in Sachen
Motivationsmittel benachteiligt wären gegenüber Ihren Kollegen aus der
freien Wirtschaft? Niemals! Bedenken Sie, dass die Motivation, die von
einer Gehaltserhöhung ausgeht, spätestens nach der dritten Zahlung des
erhöhten Salärs hinfällig ist. Auch der Mehrantrieb, der durch eine
Prämie entsteht, ist spätestens dann erledigt, wenn das Geld
verbraucht ist. Welche "echten" Motivatoren gibt es also?
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Qualifiziertes Lob.
Qualifiziertes Lob sind positive, motivierende Äußerungen, die
zeitnah und ganz konkret gemacht werden, z.B.
Dass Sie es noch geschafft haben, den neuen Gemeindebrief bis
letzten Freitag fertig zu stellen, hat uns sehr geholfen, dass
genügend Besucher zu unserer Konzertveranstaltung kommen werden.
Die unkonkrete, zeitferne Variante "Schön, dass Sie immer ..."
können Sie sich sparen.
Wenn Sie ein ganzes Team oder eine Arbeitsgruppe loben möchten, so
loben Sie jedes Mitglied einzeln konkret für seinen Beitrag.
Mehr zum Thema Lob ...
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Dank.
Danken Sie einem Mitarbeiter für seinen Einsatz, egal, ob eine
Aktion gut oder schlecht gelaufen ist. Danken Sie einem Mitarbeiter
"öffentlich", wenn andere Mitarbeiter auch die Chance hätten, ein
vergleichbares Ergebnis zu erreichen - das spornt die anderen an.
Danken Sie einem Mitarbeiter unter vier Augen, wenn er eine Leistung
erbracht hat, die andere nicht erreichen könnten - ansonsten
demotivieren Sie die anderen.
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Qualifizierte Kritik.
Qualifizierte Kritik - aber nur unter vier Augen geäußert -
motiviert zur Besserung und zur Weiterentwicklung eines Menschen, z.B.
Schade, dass es nicht mehr gelungen ist, den neuen Gemeindebrief
bis letzten Freitag fertig zu stellen. Jetzt wird es für uns richtig
schwierig, genügend Besucher für unsere Konzertveranstaltung zu
werben. Was gedenken Sie denn zu tun, damit es künftig keine
derartigen Verzögerungen mehr gibt? Welche Unterstützung können wir
Ihnen geben, damit eine solche Verzögerung nicht mehr auftritt?
In solcher Art formulierte Kritik wird niemanden dazu verleiten,
den Krempel hinzuschmeißen, auch wenn er ehrenamtlich tätig ist.
Ausnahme: ein Mensch hat starken Kummer mit seiner eigenen
Kritikfähigkeit.
Mehr zum
Thema Kritik ...
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Erfolg.
Eines der besten Motivationsmittel ist der persönliche Erfolg eines
ehrenamtlichen Mitarbeiters. Schaffen Sie als Leiter die
Voraussetzungen, dass Ihr ehrenamtlich Tätiger erfolgreich sein kann.
Lesen Sie
mehr zum Spannungsdreieck "Wollen - Können - Dürfen" ...
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Verantwortung.
Für Menschen, die gerne Verantwortung übernehmen möchten, kann ein
Mehr an Verantwortung motivierend sein. Das geht von den Aufgaben
eines Mentors für bestimmte Themen bis hin zur Leitung eines Teams.
Mehr Verantwortung beinhaltet auch die Beteiligung der ehrenamtlichen
Mitarbeiter an wichtigen Entscheidungen, z.B. Budgetplanungen.
Geben Sie solchen Menschen von Ihrer eigenen Verantwortung ab, wenn es
irgendwie sinnvoll machbar ist - Ihr Terminkalender wird es Ihnen
danken!
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Status.
Mit einem Mehr an Verantwortung geht oft eine Verbesserung des
persönlichen Status einher. Es gibt einige Menschen, für die eine
positive Veränderung des Status motivierend ist. Typische Formen sind
z.B. Titel wie
"Teamleiter", "Koordinator für ...", "Projektleiter für ...".
Überlegen Sie mal, welche Statusformen Sie sinnvoll einsetzen und
vergeben könnten.
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Herausforderung.
Für einige Zeitgenossen wird die aktuelle Tätigkeit schnell
langweilig oder eintönig. Sie können mit einer wachsenden
Herausforderung motiviert werden, indem ihnen anspruchvollere Aufgaben
gegeben werden. Überlegen Sie, wie Sie solchen Menschen
anspruchsvollere Aufgaben übertragen können.
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Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft.
Wenn Sie Ihren ehrenamtlichen Mitarbeitern eine kleine Freude
machen wollen, so tun Sie dies bitte nicht mit den (in Christlichen
Bereichen beliebten) Mini-Taschenlampen, die nach zwei Minuten
Benutzung ihren Leucht-Geist aufgeben oder ähnlichem Schrott. Hüten Sie
sich auch davor, im Sonderangebot irgendwelche Literatur oder
Geschenkartikel zu erwerben, die Sie dann mit der Gießkanne über Ihre
Ehrenamtlichen schütten. Das alles zeugt ganz einfach von Gedanken-
und Respektlosigkeit.
Überlegen Sie besser, was dem Einzelnen tatsächlich eine Freude
bereiten könnte. Das kann für den einen ein Präsent für einen Euro
sein, für den anderen eines, das acht Euro kostet. Ziehen Sie die
Treffsicherheit der (monetären) Gerechtigkeit unbedingt vor -
schließlich arbeiten Ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter nicht für Sie,
weil sie eine Menge "abstauben" wollen. Die Zeit, die Sie für solche
Überlegungen einbringen, ist allemal wesentlich weniger, als jene
Zeit, die Ihre ehrenamtlichen Mitarbeiter für Sie investieren.
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Zusammengehörigkeit.
Einige Ihrer "Ehrenamtlichen" arbeiten irgendwo im stillen
Kämmerlein oder an anderen Orten, an denen sie selten mit ihren
"Kollegen" zusammen kommen können. Nutzen Sie gemeinsame
Veranstaltungen, die Sie organisieren, um das Gefühl der
Zusammengehörigkeit zu stärken und den Blick für's Ganze zu schärfen.
Derartige Veranstaltungen müssen nicht einmal eine Belastung für Ihr
Budget bedeuten - oft genug sind Ihre Mitarbeiter gerne dazu bereit,
z.B. die nötigen Speisen zu Hause vorzubereiten und mitzubringen.
Derartige Veranstaltungen können Sie natürlich nutzen, öffentlich die
übrigen Motivatoren, z.B. Dank und Lob, einzusetzen. Schaffen Sie Motivation über das Gemeinschaftsgefühl.
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Konflikte?
Die eine oder andere Leserin oder mancher Leser mag jetzt
einwenden, dass einige der oben angewandten Motivatoren für seine
Organisation nicht zuträfen. Schließlich seien die Zielsetzungen der
Organisation so, dass dieses oder jenes Motivationsmittel entweder nicht nötig
oder nicht möglich wären. Behalten Sie bei einer Abwägung bitte stets
im Auge, dass wir Menschen oft so gestaltet sind, dass wir auf diese
Dinge entweder positiv ansprechen, sie ablehnen oder sie ignorieren.
Was motivierend wirkt, und was nicht, ist eine individuelle Angelegenheit
und keinesfalls direkt beeinflussbar durch eine umgebende
Organisation.
Weiterer Konfliktstoff entsteht, wenn Sie versuchen, das oben
aufgestellte "Programm" nach "Schema F" abzuziehen. Fühlen Sie sich in
die Menschen, die Ihnen anvertraut sind hinein und handeln Sie passend
zu Ihren Wahrnehmungen.
Es kommt nicht so sehr darauf an, dass Sie alles Beschriebene
perfekt umsetzen; vielmehr ist das wichtigste, dass Sie es glaubwürdig
tun.
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Unser Angebot:
Sie
haben jetzt den Eindruck, dass da eine ganze Menge Holz auf Sie
zukommt? Sie wissen nicht so richtig, wie und wo Sie anfangen sollen?
Sie haben Angst davor, zu versagen oder sich lächerlich zu machen?
Wir beraten und trainieren Sie in der Umsetzung Ihres "Mehr Respekt
und Motivation für ehrenamtliche Mitarbeiter" - Programms.
Im Rahmen von Coaching setzen wir uns neben Sie in die ersten Mitarbeitergespräche,
unterstützen Sie punktuell und werten am Ende die Ergebnisse gemeinsam
mit Ihnen aus.
Last but not least können wir Ihnen
helfen, herauszufinden, wie es um die Zufriedenheit Ihrer
ehrenamtlichen Mitarbeiter bestellt ist.
Fordern Sie uns: Kontakt per
eMail oder am Telefon unter 0700 9663 9663.
Passendes Training:
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