Management -
Abmahnung - der einzige Weg im Umgang mit Fehlern?
Tipp zum Seminar
Der Weg ist klar und wird oft beschritten: Ein Mitarbeiter begeht
einen Fehler. Zeitnah und so konkret wie möglich wird schriftlich eine
Abmahnung oder Ermahnung ausgestellt und in der Personalakte
hinterlegt. Ist dies wirklich der einzige und richtige Weg zum Umgang
mit Fehlern?
Wer viel arbeitet macht Fehler, wer wenig arbeitet macht nur wenig
Fehler und wer nichts arbeitet macht nur einen Fehler. Manchem
Mitarbeiter, dessen Fehlverhalten sanktioniert wurde, wird diese Logik
durch den Kopf schießen. Sanktionen bewirken oft, dass anschließend
nicht über die Vermeidung von Fehlern durch anderes Verhalten
nachgedacht wird, sondern eher über deren bessere Vertuschung. Auch
ein Abdriften in die "innere Kündigung" mit Dienst nach Vorschrift ist
ein typisches Verhalten.
Unterstrichen wird dies durch das Ergebnis einer Umfrage des
Gallup-Instituts in Wien: 2/3 der befragten Mitarbeiter glauben
nämlich, ein Fehler im Job wirke sich in Form eines Karriereknicks
aus.
Weil die hinter diesen Erkenntnissen stehenden Verhaltensweisen die
Effizienz im Unternehmen belasten und deshalb höhere Kosten
verursachen, lohnt es sich, über Alternativen nachzudenken. Die
Angst als
Kostenfaktor wird an anderer Stelle genauer beleuchtet.
Fehlerkultur.
Was halten Sie davon, in Ihrem Unternehmen den Umgang mit Fehlern
produktiv zu gestalten? Statt einen Mitarbeiter zu brandmarken oder zu
sanktionieren, mit ihm über die Behebung und zukünftige Vermeidung des
Problems im Rahmen eines
geordneten
Kritikgesprächs zu reden.
Die Chancen, die sich daraus ergeben:
 | Sie lernen mehr über die Schwachstellen Ihres Unternehmens |
 | Sie lernen mehr über potentielle Fehlerquellen im Unternehmen
und können gemeinsam mit den Mitarbeitern qualifiziert an Strategien
zur Vermeidung arbeiten |
 | Ihre Mitarbeiter werden sensibilisiert und motiviert, ihre
eigenen Verhaltensweisen zu überdenken, um künftig mit weniger
Fehlern effizienter zu sein |
 | Ihre Angestellten lernen, welche Auswirkungen ihre Fehler haben |
 | Der Mitarbeiter wird Sie rechtzeitig über Fehler, die geschehen
sind, informieren. Sie können reagieren, bevor es brennt |
 | Sie vermeiden unnötige Kosten und Frustration beim Kunden durch
vertuschte Fehler |
 | Sie machen Ihrer Belegschaft glaubhaft deutlich, dass es Ihnen
um Verbesserungen in der Sache und nicht um das pure Retten Ihres
Kopfes geht |
Halten Sie sich auch mal - mit einem Schmunzeln - vor Augen, dass
mit dem konstruktiven Umgang mit Fehlern Erfolgsgeschichten
geschrieben wurden: Das Pharmaunternehmen Pfizer wollte ein Blutdruck
senkendes Medikament entwickeln; durch einen Fehler entstand das
Potenzmittel Viagra.
Deshalb: Öffnen Sie alle Fenster und Türen, damit Sie mitbekommen,
wo im Unternehmen Dinge schief laufen. So gewinnen alle Beteiligten:
Ihr Unternehmen, Sie persönlich, Ihre Mitarbeiter und Ihre Kunden.
Üben Sie live das konstruktive Kritikgespräch im Training:
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