Bewerbertraining - Das Bewerbungsfoto
Tipp zum Seminar
Zu Ihren Bewerbungsunterlagen gehört auf jeden Fall eine Abbildung Ihres
Konterfeis.
Wenn Sie in der Bewerbungsmappe ein Deckblatt verwenden, hat es dort seinen Platz. Seien
Sie an dieser Stelle ruhig etwas spendabler mit der Größe, damit es nicht
kleinkariert wirkt und den professionellen Eindruck ihrer Unterlagen damit
trübt: 7,5 * 10,5 cm bis 10,5 * 15 cm sind je nach Ihrer Gestaltung akzeptabel.
Wenn Sie kein Deckblatt auf Ihrer
Bewerbungsmappe
einsetzen, gehört das Bild in die rechte obere Ecke des Lebenslaufs, wobei
Sie bitte die Ränder
des Dokuments frei lassen. Die Größe des Bildes ist dann ein Kompromiss
aus dem verbleibenden Platz auf der ersten Seite des Lebenslaufs: sie sollte
nicht unter 4 * 6 cm liegen, damit das Bild noch wirken kann. Ist im Lebenslauf
zu wenig Platz auf der ersten Seite, sollten Sie darüber nachdenken, eine
Folgeseite anzulegen.
Unabhängig davon, wo Sie das Bewerbungsfoto platzieren, muss es hinten
unterschrieben sein. Am besten kleben Sie das Bild mit einem oder mehreren
kleinen Punkten fest, damit Sie es später wieder gut ablösen können - schließlich
sollten Sie die Papierseiten immer nur ein Mal verwenden. Bitte warten Sie
ab, bis der Klebstoff wirklich trocken ist - ich hatte oft Unterlagen in der
Hand, auf denen das Foto verrutscht festgeklebt war.
So, Sie möchten kein Bild aufkleben, Sie möchten es lieber ausdrucken?
Kein Problem, solange Sie objektiv sagen können, dass der Druck wirklich beinahe
so gut ist, wie ein richtiges Foto. Sind die Qualitätsunterschiede deutlich
sichtbar, sollten Sie lieber auf eine konventionelle Fotografie ausweichen.
Wann brauchen Sie ein neues Bewerbungsfoto? Als Faustregel gilt, dass Sie
das Bild nach einem halben bis ganzen Jahr im Familienalbum in Pension schicken
können. Gerade die Jüngeren unter Ihnen verändern ihr Aussehen recht schnell,
weshalb dort eher ein halbes Jahr angebracht ist. Um zu vermeiden, dass Sie
unnötig Geld zum Fenster hinauswerfen, vergleichen Sie gemeinsam mit einem
Bekannten Ihr Bild mit der Reflexion Ihres Spiegels und entscheiden darüber,
ob Sie das noch sind, oder nicht.
Woher bekommen Sie nun ein gutes Bewerbungsfoto?
Oder zuerst einmal zur Einstimmung: woher bekommen Sie es in der Regel
nicht:
 | Aus Fotoautomaten (so genannte Automatenbilder) |
 | Von guten Bekannten |
 | Aus dem heimischen Fotoalbum |
 | Sonstige Quellen nicht-professioneller Natur |
Bekommen können Sie ein professionelles Bewerbungsfoto meistens beim Fotografen.
Vereinbaren Sie sicherheitshalber im Studio Ihrer Wahl einen Termin.
Wenn Sie später beim Fotografen das Studio betreten, sagen Sie ihm, dass
Sie ein Bewerbungsfoto und keinesfalls ein Passbild benötigen. Wenn
Ihr Gegenüber Sie glasig anschaut, wissen Sie, dass Sie das Lokal wechseln
müssen.
In Ihrem Anschreiben pochen Sie auf einige persönliche Eigenschaften. Erzählen
Sie dem Fotografen, welche das sind und dass Sie auf dem Bild gerne etwas
davon ausstrahlen würden. Beobachten Sie den Fotografen genau: wirkt er irritiert
oder hat er Fragezeichen auf der Stirn, ist er nicht der richtige Geschäftspartner
für Sie.
Gesetzten Falles, der Fotograf freut sich jetzt darüber, dass er endlich
mal einen anspruchsvollen Kunden hat, öffnen Sie Ihr mitgebrachtes Köfferchen.
Dort hinein haben Sie verschiedene Kleidungsstücke in verschiedenen Farben
gepackt Alle sind in der Art,
wie Sie sie auch zum Bewerbungsgespräch anziehen
würden. Sie werden mit dem Fotografen jetzt besprechen, welche Kofferinhalte
er für die beste Lösung zum Anfertigen des Bildes hält.
Stellen
Sie in diesem Zuge weitere Fragen zu den Themen:
 | Schwarz-Weiß Bild? |
 | Farbbild? |
 | Abbildung des
Kopfes? |
 | Abbildung der
Brust? |
 | Abbildung des ganzen Oberkörpers? |
 | Abbildung der
ganzen Gestalt? |
 | In welcher Zeit benötigen Sie das
Bild? |
 | Digitalfoto oder konventionell auf Papier? |
|
 |
Alle Varianten haben ihre Vor- und Nachteile. Lassen Sie sich vom Fotografen in allen Fragen beraten, denn der ist der
Spezialist für Bild und Wirkung.
Zwischenzeitlich haben Sie gemeinsam mit dem Fotografen alle Entscheidungen
getroffen und Sie begeben sich vor die Kamera.
Doch halt ... haben Sie vergessen, dass Sie vor Aufregung schwitzen und
damit Ihre Stirn glänzt? Heute morgen hat's auf der Nase noch so gejuckt;
da muss doch jetzt ein satter Pickel sein. Keine Panik - trocknen Sie Ihre
Stirn und pudern Sie sie bei Bedarf. Schminken Sie Ihre Nase und eine ordentliche
Frisur sollten Sie auch nicht vergessen. Prüfen Sie dann noch den Sitz
Ihrer Kleidung. Ein guter Fotograf sollte Sie zwar
schon darauf hingewiesen haben - aber was wird in der Hektik nicht alles vergessen.
Sie werden nun in einer mehr oder weniger großen Serie abgelichtet - hoffentlich
auch in verschiedenen Positionen, so dass eine gute Chance besteht, dass ein
wirklich treffendes Abbild von Ihnen entstanden ist.
Bei einigen Fotografen können Sie gleich im Anschluss, bei anderen mit
Verzögerung entscheiden, welches IHR Bild ist. Lassen Sie sich dabei vom Fotografen
beraten und erinnern Sie ihn nochmals an die persönlichen Eigenschaften, die
Sie vermitteln wollen.
Bestellen Sie jetzt Ihre Bilder in der Größe, die wir weiter oben in diesem
Artikel schon besprochen haben. Die Hochglanzausführung ist zwar anfällig
für Fingerabdrücke, zeigt jedoch am besten alle wichtigen Details. Alternativ
tragen Sie mit stolz geschwellter Brust Ihr Bild in Digitalform nach Hause.
Fazit: Nehmen Sie sich Zeit für den Fototermin und gehen Sie mit
einer positiven Einstellung und gut vorbereitet hin. Seien Sie offen für Anregungen
des Fotografen. Achten Sie darauf, dass Sie für Ihr kostbares Geld das bekommen,
was Sie bestellt haben: ein Bewerbungsfoto, das Werbung für Sie macht.
Passendes Training:
Seitenanfang
|